Paris im Vorfrühling

19.02.2018

Ein Nicht-Nur-Arbeitsbesuch

 

Dieses Jahr mit dem TGV nach dem Schnee-Chaos 2018! Und dann Frühling mit strahlendem Sonnenschein. Mit einem Besuch bei Vera Molnar starteten aufregende Tag in Paris. Vera Molnar ist mit ihren nunmehr 95 Jahren bewundernswert frisch und munter. Es gehe ihr <so ungefähr> sagt sie noch immer und fasziniert mit ungebrochenem Humor und Schaffenskraft. Es wird also eine neue Edition bei youngcollectors geben!   

  

 

               

 

Den Rest des Tages haben wir in der Fondation Cartier verbracht. Die Ausstellung <GÉOMÉTRIE SUD> du Mexique à la Terre de Feu schafft einen unerwarteten Dialog zwischen Südamerikanischer zeitgenössischer Kunst und traditionellen geometrischen Kultur-zeugnissen. Herrlich filigrane Arbeiten von Gego und eine kräftige Holz-Collage von Joaquin Torres Garcia, kraftvolle, starkfarbige Gemälde von Carmen Herrera, eine Ausstellung von vielen berühmten aber auch hier weniger bekannten Künstlern. Dagegen gesetzt ein reicher Schatz an Gemälden, Handarbeiten, Masken, Töpfereien, Installationen und Fotos von der Kultur der Amerindians seit langer Zeit bis heute. Die geometrischen Arbeiten der Nazca mehr als 2000 Jahre alt, doch ein Vorläufer der geometrischen Abstraktion, wie Dietrich Mahlow es mit Vehemenz vertreten hat? 

 

 

 

 

Nicht nur das Gebäude der Stiftung von Jean Nouvel am Bv Raspail ist einen Besuch wert, auch der Garten, das Theatrum Botanicum von Lothar Baumgarten, ein sensibles Werk ökologischer Vielfalt in harmonischer Gestaltung der natürlichen Grundrisse (Quadrat, Rechteck, Dreieck, Kreis, Ellipse) innerhalb der alten Mauern, ein Spektakel gleichzeitig kalkuliert und ursprünglich.

Am nächsten Tag Marais. Musée Picasso mit Calder!

 

 

 

 

 

 

 

 Und immer wieder begeisternd das Frühwerk des 14-jährigen Picassos und die Assemblagen von 1914!

 

 

 

In der Galerie Lahumière eine schöne Ausstellung von vier großen Frauen.
Ode Bertrand, Marcelle Cahn, Isabelle de Gouyon Matignon und Aurelie Nemours.

  

 

Und Gag in der Metro ‚Fahrkartenkontrolleure‘ rappened und poledancing! Alles zwischen zwei Stationen, bevor die echten Kontrolleure kamen. Aber der Sammel-Chapeau war schnell gut gefüllt.

 

 

Noch ein strahlender Tag. Unglaubliche Menschenschlangen vor dem Centre Pompidou zur Ausstellung Vasarely. Der spielerische Brunnen davor noch im Winterschlaf, das Karussell vor der Mairie der Stadt schon frühlingshaft aktiv wie die vielen Vögel auf dem Blumen- und Tiermarkt auf der ‚ île de la cité‘.

 

 

Am nächsten Tag ein Besuch bei Pérez-Flores im Banlieu. Aktiv wie immer nach festem Zeitplan, jeden Tag in seinem Atelier. Auch er hat eine neue Edition für youngcollectors geplant.

 

 

Und dann steht die Rückfahrt schon bevor. Ein Spaziergang im Sonnenschein zum Panthéon und eine herrliche Abschieds-Sünde! 

 

 

Wir fahren ganz sicher bald wieder hin, die Arbeit macht’s nötig und möglich!!!